Geräteturnen und alles, was man darüber wissen muss

Geräteturner am Barren

Einer der erfolgreichsten deutschen im Geräteturnen ist Marcel Nguyen. Er hat bereits viele Medaillen für Deutschland geholt und ist seit vielen Jahren in seiner Disziplin ganz vorn dabei. Was genau Geräteturnen aber ist und welche Wettkampfformen es gibt, erkläre ich in diesem Beitrag.

Was bedeutet Turnen eigentlich?

Das Wort Turnen kommt eigentlich von „Turnier“ und dieser Ausdruck ist schon seit dem Mittelalter für sportliche Auseinandersetzung gebräuchlich. Im Grunde heißt Turnen so viel wie Bewegen und vielseitige Körperübungen. Einige Elemente beim Turnen erinnern auch an Gymnastik, oder sogar Tanzformen.

Was ist Geräteturnen?

Beim Geräteturnen geht es, wie der Name erahnen lässt, um das Bewegen an Geräten. Diese Bewegungen folgen verschiedenen Regeln und es gelten verschiedene Bewegungs- und Technikkriterien. Die bekanntesten Geräte sind:

  • Schwebebalken
  • Stufenbarren
  • Boden
  • Ringe
  • Pauschenpferd
  • Reck
  • Barren

Aber auch eine Reihe von Sprunggeräte zählen in die Kategorie Geräteturnen (wie zum Beispiel: Sprungtisch, Bock, Pferd und Kasten).

Welche Wettkampfformen gibt es?

Beim Turnen unterschiedet man in drei verschiedene Wettkampfformen: Kür, Pflicht und AK (was so viel bedeutet wie Altersklasse).

Bei der Kür muss der Sportler sich eine Übung aus verschiedenen Elementen zusammenstellen. Bei einem Wettkampf wird die Übung dann mit einer D-Note (die die Schwierigkeit bestimmt) und einer E-Note (die die Ausführung bewertet) benotet.

Bei der Pflicht müssen die Turner eine vorgegebene Folge von unterschiedlichen Elementen vorführen. Bei den Männern im Wettkampfbereich sind für die Form vor allem Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren und Rech üblich. Bei den Frauen hingegen wird meistens mit den Elementen Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und am Boden geturnt. Im Jugendbereich sind sogar Geräte wie das Minitrampolin, der Pilz, die Schaukelringe und die Bank zulässig.

Beim AK gibt es verschiedene Testformen, die dazu dienen den aktuellen Leistungsstand und das Leistungsziel zu prüfen. In diesem Zusammenhang geht es um den Kadertest, bei dem die AK-Übungen als Wettkampf ausgeführt werden.

Was sollte man sonst noch wissen?

Das Turnen allgemein ist erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt und wurde wenig später als patriotische Erziehung zum Vorbereiten auf die Befreiungskriege betrachtet.

Inzwischen ist Turnen aber ein sehr beliebter Sport bei Jung und Alt und es gibt in fast jedem Ort einen Verein. Wer sich für Turnen interessiert, der kann sich in seiner Stadt informieren. Einige Kommunen bieten auch gymnastisches Turnen für alte Leute an und genauso gibt es auch eine Reihe von Möglichkeiten für Kindern am Turnunterricht teilzunehmen.

Turnen ist außerdem ein häufiges Element im Schulsportunterricht. Hier werden den Kindern oft einige Geräte vorgestellt und sie erlernen die grundlegenden Bewegungsformen. Auf diese Weise werden sie an den Sport herangeführt und bekommen ein generelles Verständnis dafür. Einige Kinder entdecken hier vielleicht ihre Leidenschaft und entscheiden sich für eine Anmeldung in einem Verein. Dort können sie Ihre Talente weiter erforschen und ausbauen. – So hat auch die Karriere von Marcel Nguyen irgendwann einmal begonnen.

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